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Wider der Relativierung und Geschichtsfälschung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Schlegel Andreas   
Donnerstag, 06. Mai 2010 um 14:40 Uhr

Resolution zum 65. Jahrestag der Befreiung von Faschismus am 08. Mai 1945

Die Würdigung des 65. Jahrestages der Befreiung Deutschlands und der europäischen Zivilisation vom Faschismus ist eine Pflicht für uns und diejenigen, die Lehren aus der verhängnisvollen Herrschaft des Nationalsozialismus gezogen haben. Das Gedenken an diesen Akt der Befreiung durch die Sowjetunion und die westlichen Alliierten schließt den Kampf der Partisanen, die Kämpfer der Resistance und des illegalen Widerstandes mit ein.

Mehr denn je kommt es darauf an den Menschen heute und den künftigen Generationen, die Wahrheit über den Faschismus als menschenverachtende Ideologie und seine verbrecherische Verstrickung mit den Mächtigen des Kapitals von Banken und Großindustrie zu vermitteln.

Jegliche Glorifizierung und Verharmlosung faschistischen Gedankenguts und Handelns, allen Versuchen von Geschichtsfälschung und der Gleichstellung von Kommunismus und Faschismus muss entschieden Widerstand entgegengesetzt werden. Wer diejenigen Kräfte, die dem Völkermord ein Ende bereitet haben mit jenen Kräften gleichsetzt, die diese zu verantworten haben, rehabilitiert die alten und verharmlost die neuen Faschisten, auch weil uns wieder zunehmend nazistische und rassistische Aufmärschen und Braune Umtriebe in Deutschland und Europa ihr Unwesen treiben.

Es bleibt für die heute Lebenden und gerade für uns als Partei DIE LINKE in der Tradition der sozialdemokratischen, sozialistischen und kommunistischen Arbeiterbewegung eine existenzielle Aufgabe die Wahrheit über Hintergründe, Triebkräfte, Ziele und Verbindungen von Faschismus und Krieg mit deren bis in die Gegenwart reichenden Folgen von Generation zu Generation weiter zu vermitteln. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Generation der Zeitzeugen in den nächsten Jahren deutlich kleiner wird und eine Relativierung der Verbrechen des deutschen Faschismus von Seiten der Herrschenden deutlicher Tür und Tor geöffnet wird. Lasst uns darum gemeinsam in allen Städten und Gemeinden der antifaschistischen Widerstandskämpfer auf Kulturveranstaltungen, Foren, Kundgebungen, mit würdigen Kranzniederlegungen oder wie auch immer, ehrenvoll gedenken und den 08. Mai als Tag der Befreiung begehen.

Hannover, den 25.April 2010

DIE LINKE.Niedersachsen

Der Landesvorstand


 

 

 
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